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Ostern: Mehr als nur Schokohasen? Die faszinierende Geschichte hinter dem Fest

Wenn die Tage länger werden und die ersten Krokusse ihre Köpfe aus der Erde strecken, wissen wir: Ostern steht vor der Tür. Wir suchen Eier im Garten, genießen den Osterzopf und freuen uns über ein langes Wochenende. Doch woher kommen diese Bräuche eigentlich? Und warum feiern wir Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum?

​Tauchen wir ein in die Geschichte eines der ältesten Feste der Menschheit.

​1. Der religiöse Ursprung: Das Fundament

​Für Christen weltweit ist Ostern das wichtigste Fest des Kirchenjahres – noch bedeutender als Weihnachten. Es markiert die Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seiner Kreuzigung.

  • Karfreitag: Gedenken an das Leiden und den Tod am Kreuz.

  • Ostersonntag: Feier des Sieges des Lebens über den Tod.

​Interessanterweise ist das christliche Ostern eng mit dem jüdischen Passah-Fest (Pessach) verknüpft. Das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, war ein Passah-Mahl. Deshalb orientiert sich das Datum von Ostern bis heute an einem alten Mondkalender.

​2. Woher kommt der Name „Ostern“?

​Hier wird es knifflig, denn die Sprachforscher sind sich nicht ganz einig. Es gibt zwei Haupttheorien:

  • Die Morgenröte: Das althochdeutsche Wort ostarun leitet sich wahrscheinlich vom indogermanischen Wort für Morgenröte ab. Ein passendes Symbol für den „Aufgang“ neuen Lebens.

  • Die Göttin Ostara: Eine Theorie besagt, der Name stamme von einer germanischen Frühlingsgöttin namens Eostrae. Auch wenn dies historisch umstritten ist, passt der Gedanke des Frühlingserwachens perfekt zur Osterzeit.

​3. Hasen, Eier & Co.: Symbole im Wandel

​Warum versteckt ausgerechnet ein Hase bunte Eier? Das klingt bei Licht betrachtet ziemlich skurril. Die Erklärung ist jedoch simpel:



Ostern Geschichte Fest der Hoffnung

Das Ei

In der Antike galt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben. In der christlichen Tradition ähnelt es einem Grab: Von außen kalt und hart, bricht innen neues Leben hervor.

Der Hase

Er gilt als eines der ersten Tiere, die im Frühjahr Nachwuchs bekommen. Zudem war er das Symboltier der Liebesgöttin Aphrodite.

Das Osterlamm

Ein Symbol für Unschuld und Reicheit, als sowohl im jüdischen Pessach als auch im christlichen Kontext eine zentrale Rolle spielt.


Schon gewusst? Im Mittelalter waren Eier während der Fastenzeit verboten. Da die Hennen aber fleißig weiterlegten, wurden die Eier gekocht (um sie haltbar zu machen) und rot eingefärbt, um sie von den frischen Eiern zu unterscheiden.


​4. Warum wandert das Datum?

​Haben Sie sich schon mal gewundert, warum wir mal im März und mal im April suchen? Die Regel wurde bereits im Jahr 325 n. Chr. festgelegt:

Ostern fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

​Da der Frühlingsanfang astronomisch auf den 21. März festgelegt ist, kann der Ostersonntag frühestens der 22. März und spätestens der 25. April sein.


​Fazit: Ein Fest der Hoffnung

​Egal, ob man Ostern aus religiöser Überzeugung feiert oder einfach die Zeit mit der Familie genießt: In seinem Kern ist Ostern ein Fest des Neubeginns. Die Natur erwacht, die dunklen Tage sind vorbei, und alles steht auf Anfang.


Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest und eine erfolgreiche Eiersuche!

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